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Marketing 11 Min. Lesezeit

Website Relaunch: Checkliste, damit Rankings nicht abstürzen

Die meisten Einbrüche nach einem Relaunch haben dieselben fünf Ursachen. Checkliste, Weiterleitungsliste, Kosten und die ersten 30 Tage nach dem Livegang.

Illustration: alte und neue Website, verbunden durch einen Pfeil mit der Aufschrift 301.

Ein Website Relaunch gelingt, wenn drei Dinge vor dem Livegang stehen: eine Liste aller alten Adressen mit ihrem neuen Ziel, die Inhalte, für die Google Sie heute schon findet, und eine Prüfung am Tag der Umstellung. Fehlt eines davon, fallen Rankings und Anfragen oft wochenlang ab. Dieser Beitrag zeigt die Checkliste, die Kosten und die ersten 30 Tage danach. Stand September 2026.

Wann lohnt sich ein Website Relaunch?

Ein Website Relaunch lohnt sich, wenn die Seite nicht mehr das tut, wofür Sie sie bezahlt haben: Anfragen bringen. Alter allein ist kein Grund. Eine acht Jahre alte Seite, die täglich Anfragen liefert, braucht vielleicht neue Fotos, aber keinen Neubau. Eine zwei Jahre alte Seite, die niemand findet und die auf dem Handy wackelt, braucht ihn dagegen sehr wohl.

Der einfachste Test ist der eigene Blick auf das Handy. Öffnen Sie Ihre Website, stellen Sie sich einen Kunden vor, der gerade einen Termin braucht, und stoppen Sie die Zeit, bis er weiß, was Sie anbieten, wo Sie sitzen und wie er anfragt. Dauert das länger als zehn Sekunden, ist die Frage nach dem Relaunch schon halb beantwortet.

Wenn Sie vier oder mehr Haken gesetzt haben, lohnt sich ein Blick auf die Checkliste Website erstellen lassen. Dort steht, was eine neue Seite von Anfang an mitbringen sollte.

Warum Rankings nach einem Relaunch abstürzen

Google Rankings hängen an Adressen und Inhalten, nicht am Design. Google hat sich über Jahre gemerkt, welche Adresse welche Frage beantwortet. Verschwindet die Adresse oder der Inhalt dahinter, fängt Google bei dieser Frage wieder von vorn an. Das neue Design kann noch so schön sein: Für die Suchmaschine ist dann eine eingeführte Seite weg und eine unbekannte da.

  • Verbreitet Eine neue, schönere Website rankt automatisch besser.

    Tatsächlich Google bewertet Inhalte, Struktur und Technik. Ein neues Design ändert daran nichts, solange die Texte dünner werden oder Adressen fehlen.

  • Verbreitet Alte Unterseiten braucht niemand mehr, die können weg.

    Tatsächlich Gerade alte Seiten haben oft Links von außen und feste Rankings. Ohne Weiterleitung laufen Besucher und Links ins Leere.

  • Verbreitet Nach dem Livegang meldet man die Seite einmal bei Google an, fertig.

    Tatsächlich Die Arbeit beginnt am Tag der Umstellung: Fehlerseiten prüfen, Sitemap einreichen, Formulare testen, Zahlen vergleichen.

Die fünf Klassiker

  1. Neue Adressen ohne 301 Weiterleitung von den alten. Besucher und Google landen auf der Fehlerseite 404.
  2. Die Testumgebung war für Suchmaschinen gesperrt, und die Sperre ging mit live. Dann verschwindet die Seite nach und nach aus dem Index.
  3. Texte wurden beim Neubau gekürzt, weil sie im neuen Design störten. Mit ihnen gehen die Suchbegriffe.
  4. Titel und Beschreibungen der Seiten sind leer oder überall gleich.
  5. Das Kontaktformular sendet nicht, oder die Messung ist weg. Das fällt oft erst nach Wochen auf.

301 Weiterleitungen: die Liste, die Rankings rettet

Eine 301 Weiterleitung sagt Browser und Google: Diese Adresse ist dauerhaft umgezogen, hier ist die neue. Besucher merken davon nichts, sie landen direkt auf der richtigen Seite. Google überträgt die Signale der alten Adresse auf die neue. Das funktioniert aber nur, wenn jede alte Adresse auf die passende neue zeigt, nicht pauschal auf die Startseite.

Die Grundlage ist eine einfache Tabelle mit zwei Spalten: alte Adresse, neue Adresse. Die alten Adressen kommen aus der Sitemap der bisherigen Seite, aus der Google Search Console unter Leistung und aus Ihrer Analyse Software. Wichtig sind vor allem Seiten mit Klicks und Seiten, auf die andere Websites verlinken.

Beispiel einer Weiterleitungsliste für einen Heizungsbetrieb
Alte AdresseNeue AdresseWarum
/leistungen.html/leistungenGleicher Inhalt, neue Struktur
/waermepumpe-info.php/waermepumpeSeite mit den meisten Klicks, bekommt ein eigenes Ziel
/team/mitarbeiter/ueber-unsZwei Seiten zu einer zusammengelegt
/aktion-sommer-2023/heizungswartungAktion abgelaufen, nächstes passendes Thema
/impressum.html/impressumPflichtseite, oft von außen verlinkt
Beispieldaten. Faustregel: Jede alte Adresse zeigt auf die Seite, die dieselbe Frage beantwortet. Nur was wirklich kein Gegenstück hat, darf auf eine übergeordnete Seite zeigen.

Google empfiehlt in seiner Dokumentation zum Umzug von Websites, die Weiterleitungen mindestens ein Jahr bestehen zu lassen, am besten so lange wie möglich. Wir raten, sie gar nicht mehr zu entfernen. Die Einträge kosten nichts, und alte Links in Branchenbüchern, Rechnungen oder Mail Signaturen gibt es noch Jahre später.

Ablauf eines Website Relaunch in sechs Phasen

Ein Website Relaunch für einen kleinen Betrieb folgt immer derselben Reihenfolge. Wer Schritte tauscht, zahlt später doppelt. Wer zuerst das Design festlegt und danach die Texte schreibt, baut das Design meist zweimal.

  1. Phase 1

    Bestand sichern

    Alle Adressen, Klicks, Rankings und Formularanfragen der alten Seite festhalten. Ohne diese Zahlen können Sie später nicht sagen, ob der Relaunch geholfen hat.

  2. Phase 2

    Ziel und Struktur

    Welche Leistungen bringen Geld, wonach suchen Kunden, welche Seiten braucht es dafür? Erst die Seitenliste, dann das Design.

  3. Phase 3

    Inhalte

    Texte, Fotos, Preise, Referenzen. Bestehende gute Texte übernehmen und verbessern, nicht wegwerfen.

  4. Phase 4

    Bau auf einer Testumgebung

    Die neue Seite entsteht geschützt mit Passwort, damit Google sie nicht vorzeitig findet.

  5. Phase 5

    Livegang mit Prüfliste

    Weiterleitungen aktiv, Sperre entfernt, Formulare getestet, Sitemap eingereicht, Messung läuft.

  6. Phase 6

    Nachsorge über 30 Tage

    Fehlerseiten und Klicks in der Search Console beobachten und gegen den Bestand aus Phase 1 vergleichen.

Checkliste für den Tag des Livegangs

  • Sperre der Testumgebung entfernt: kein noindex, robots.txt lässt Google hinein.
  • Stichprobe von zehn alten Adressen: jede leitet mit 301 auf die richtige neue Seite.
  • Kontaktformular einmal selbst abgeschickt, die Mail kam an.
  • Impressum und Datenschutzerklärung vollständig und verlinkt.
  • Neue Sitemap in der Google Search Console eingereicht.
  • Seite auf dem eigenen Handy im Mobilfunknetz geöffnet, nicht nur im Büro WLAN.
  • Google Unternehmensprofil und Branchenbücher zeigen auf die richtige Adresse.

Was kostet ein Website Relaunch?

Die Kosten für einen Website Relaunch hängen vor allem von drei Größen ab: Anzahl der Seiten, wer die Texte schreibt und welche Funktionen dazukommen, etwa Terminbuchung oder Shop. Das Design selbst ist selten der teuerste Teil. Die Tabelle zeigt typische Wege für kleine Betriebe mit ihren Vor und Nachteilen.

Wege zum Relaunch im Vergleich, Stand September 2026
WegEinstiegLaufendPasst, wenn
Baukasten selbstgeringMonatsgebühr, die Seite gehört dem AnbieterSie Zeit haben und wenig Anspruch an Suche und Text
Freelanceretwa 2.500 bis 8.000 Euroje nach AbspracheSie Texte und Struktur selbst liefern
Agentur mit Festpreisab 2.490 Euro netto bei everadsHosting beim eigenen Anbieter, etwa 10 bis 20 Euro im MonatTexte, Struktur und Umzug aus einer Planung kommen sollen
Agentur nach Aufwandetwa 8.000 bis 25.000 Eurooft mit Wartungsvertraggroße Seiten mit vielen Funktionen
Preisangaben netto. Spannen für Freelancer und Agenturen nach Aufwand: Orientierung aus veröffentlichten Preisübersichten deutscher Anbieter von 2026, keine Zusage. Ihr Angebot hängt von Seitenzahl, Texten und Funktionen ab.

Rechnen Sie bei jedem Angebot nach, was fehlt. Weiterleitungsliste, Übernahme der Inhalte und Domain Umzug sind die Posten, die in günstigen Angeboten gern nicht auftauchen und später extra kosten. Fragen Sie konkret: Wer legt die Weiterleitungen an, und wer prüft sie nach dem Livegang?

Die ersten 30 Tage nach dem Livegang

Nach einem Website Relaunch schwanken Rankings in den ersten Wochen, weil Google die neuen Adressen erst verarbeiten muss. Google selbst schreibt, dass das bei mittelgroßen Websites einige Wochen dauern kann. Das ist normal. Entscheidend ist der Unterschied zwischen einer Schwankung und einem Einbruch. Eine Schwankung pendelt sich ein. Ein Einbruch bleibt, und er hat fast immer eine Ursache, die man findet, wenn man gezielt sucht.

Tag 1

Technik prüfen

Fehlerseiten, Weiterleitungen, Formular, Freigabe für Google.

Woche 1

Search Console

Seiten mit Fehler 404 finden und nachtragen.

Tag 30

Vergleich

Klicks und Anfragen gegen die Zahlen vor dem Relaunch.

Schauen Sie in der Search Console unter Seiten nach Adressen mit dem Status „Nicht gefunden (404)“. Jede davon ist eine vergessene Weiterleitung. Tragen Sie sie nach, auch wenn es nur wenige sind. Liegen die Klicks nach 30 Tagen klar unter dem Stand vorher, vergleichen Sie Seite für Seite: Welche alte Adresse hat früher Klicks gebracht, und wohin führt sie heute?

Die Grundlagen, wie Google Seiten liest und bewertet, erklärt der Beitrag Suchmaschinenoptimierung erklärt. Wer tiefer prüfen will, findet im SEO Audit die Punkte, die ein Fachmann nach dem Relaunch durchgeht.

Häufige Fragen zum Website Relaunch

Verliere ich bei einem Website Relaunch meine Google Rankings?

Nicht zwangsläufig. Rankings brechen ein, wenn Adressen wegfallen, Inhalte gestrichen werden oder die neue Seite versehentlich gesperrt ist. Mit einer vollständigen Weiterleitungsliste, übernommenen Inhalten und einer Prüfung am Tag des Livegangs bleiben Schwankungen meist klein und vorübergehend.

Wie lange dauert ein Website Relaunch?

Für einen kleinen Betrieb mit 8 bis 20 Seiten sind drei bis acht Wochen realistisch, gerechnet ab dem Moment, in dem Texte und Bilder klar sind. Die meiste Zeit verlieren Projekte nicht beim Bauen, sondern beim Warten auf Inhalte und Freigaben.

Wie lange müssen 301 Weiterleitungen bestehen bleiben?

Google empfiehlt, Weiterleitungen nach einem Umzug mindestens ein Jahr aktiv zu lassen. In der Praxis lassen Sie sie am besten dauerhaft stehen, denn alte Links in Branchenbüchern, Mails und Social Media Profilen führen noch Jahre später auf die alten Adressen.

Was kostet ein Website Relaunch?

Für kleine Betriebe mit 5 bis 20 Seiten nennen veröffentlichte Preisübersichten von 2026 meist 2.500 bis 10.000 Euro, größere Agenturprojekte liegen darüber. Baukästen sind günstiger im Einstieg und teurer auf Dauer. everads baut Websites ab 2.490 Euro netto zum Festpreis, Domain Umzug inklusive. Stand September 2026.

Relaunch oder nur überarbeiten?

Wenn Technik, Struktur und Ladezeit stimmen und nur Texte oder Bilder veraltet sind, reicht oft eine Überarbeitung. Ein Relaunch lohnt sich, wenn das System nicht mehr gepflegt werden kann, die Seite auf dem Handy schlecht funktioniert oder die Struktur nicht zu Ihren Leistungen passt.

Muss ich Google über den Relaunch informieren?

Bei gleicher Domain reicht es, die neue Sitemap in der Google Search Console einzureichen und die Weiterleitungen sauber zu setzen. Wechseln Sie die Domain, nutzen Sie zusätzlich das Tool zur Adressänderung in der Search Console.

Fazit: Erst die Liste, dann das Design

Ein Website Relaunch ist kein Designprojekt mit etwas Technik, sondern ein Umzug. Wer vorher weiß, welche Seiten heute Besucher bringen, jede alte Adresse auf ihr neues Ziel leitet und am Tag der Umstellung prüft, behält seine Rankings und bekommt eine Seite, die mehr Anfragen bringt als die alte.

Wenn Sie wissen wollen, welche Ihrer heutigen Seiten beim Relaunch auf keinen Fall verloren gehen dürfen, gehen wir Ihre Website in der kostenlosen Anfragen Analyse gemeinsam durch.

Was Kunden sagen.

Wir haben neben unseren Lokalen vorgehabt, einen Online Shop zu eröffnen. Heute läuft terjung.shop sehr erfolgreich und wir sind mit der Zusammenarbeit mehr als zufrieden!

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