1. Sie wissen gar nicht, ob Anfragen kommen
Ohne Zählung ist jede Meinung zur Website geraten. Manche Homepage bringt mehr, als ihr Inhaber denkt: Der Anrufer sagt „ich hab Sie im Internet gefunden“, und niemand schreibt es auf. Manche bringt seit Jahren nichts, und es fällt keinem auf.
Von außen sehen beide Fälle gleich aus. Erst eine Zahl zeigt, ob Sie ein Problem mit der Website haben oder nur ein ungutes Gefühl.
So prüfen Sie es in zwei Minuten
Können Sie die Zahl der Anfragen vom letzten Monat nennen? Nicht ungefähr, sondern als Zahl. Wenn Sie schätzen müssen, ist das die Antwort: Bei Ihnen wird nicht gezählt.
Das können Sie selbst tun
14 Tage Strichliste neben dem Telefon. Ein Blatt mit drei Spalten: Datum, woher die Anfrage kam (Homepage, Google Karte, Empfehlung, Stammkunde) und worum es ging. Wer ans Telefon geht, fragt kurz: „Wie sind Sie auf uns gekommen?“ Nach zwei Wochen haben Sie Ihre erste echte Zahl, und an ihr messen Sie jede Änderung aus den folgenden Punkten.
2. Ihre Startseite redet über Sie statt über den Kunden
„Willkommen, seit 1987 Ihr Partner“ beantwortet keine der drei Fragen eines Besuchers. Er will wissen: Bin ich hier richtig? Was habe ich davon? Was soll ich jetzt tun?
Ihre Firmengeschichte darf auf die Seite, nur nicht ganz oben. Dort entscheidet ein Besucher in wenigen Sekunden, ob er bleibt oder zurück zu Google geht.
So prüfen Sie es in zwei Minuten
Der 10 Sekunden Test mit einem Fremden: Geben Sie jemandem, der Ihren Betrieb nicht kennt, Ihr Handy mit Ihrer Startseite. Nach zehn Sekunden nehmen Sie es zurück und fragen: Was bietet der Betrieb an, für wen, und was sollten Sie als Nächstes tun? Fehlt eine der drei Antworten, fehlt sie auch Ihren Besuchern.
Das können Sie selbst tun
Oben hinschreiben, für wen Sie arbeiten, welches Ergebnis der Kunde bekommt und was der nächste Schritt ist. Zum Beispiel: „Neues Bad für Hausbesitzer in Lüdinghausen und Umgebung. Fester Preis, fester Termin. Rufen Sie an, wir kommen zum Ausmessen.“
3. Die Telefonnummer steht ganz unten
Handwerkskunden rufen an. Wer suchen muss, ruft den Nächsten an.
Wer ein undichtes Dach hat oder ein Angebot für die Heizung will, möchte mit einem Menschen sprechen und nicht erst ein Formular ausfüllen. Steht Ihre Nummer nur im Impressum oder ganz unten auf der Seite, findet er sie am Handy nicht auf Anhieb. Der nächste Betrieb in der Liste ist nur einen Fingertipp entfernt.
So prüfen Sie es in zwei Minuten
Handy, Startseite, Daumen: Sehen Sie Ihre Nummer, ohne zu scrollen? Und öffnet ein Tipp darauf direkt den Anruf? Zweimal ja heißt bestanden.
Das können Sie selbst tun
Die Nummer gehört oben rechts in den Kopf der Seite, am Handy als Knopf, der beim Antippen wählt. Für den, der Ihre Seite pflegt, ist das eine kleine Änderung, in vielen Baukästen stellen Sie es selbst ein.
4. Google findet Sie nur für Ihren Namen
Wer Ihren Namen kennt, braucht Google nicht. Neue Kunden suchen Leistung plus Ort.
Sie tippen „Dachdecker Datteln“ oder „Bad sanieren Lüdinghausen“, nicht den Namen Ihres Betriebs. Erscheint Ihre Homepage nur, wenn jemand Ihren Namen eingibt, bringt sie Ihnen vor allem Leute, die Sie ohnehin schon kennen.
So prüfen Sie es in zwei Minuten
Leistung plus Ort googeln, im privaten Fenster. Im Browser heißt es „Inkognito“ oder „Privat“, dort schönt Ihr eigener Verlauf das Ergebnis nicht. Suchen Sie nach Ihrer wichtigsten Leistung und Ihrem Ort: Stehen Sie auf der ersten Seite? Und in der Karte darüber?
Das können Sie selbst tun
Eine eigene Seite je Leistung, mit dem Ort im Text. Darauf gehört, was Sie genau machen, für wen, in welchen Orten und wovon der Preis abhängt, dazu Fotos von echten Aufträgen. Den Ort schreiben Sie so in Überschrift und Text, wie ein Kunde ihn eintippen würde.
5. Alle Leistungen stehen auf einer einzigen Seite
Eine Seite kann nicht für zehn Dinge zugleich vorn stehen.
Stehen Heizung, Sanitär, Bad, Solar, Wartung und Notdienst untereinander auf einer Seite „Leistungen“, weiß Google nicht, wofür diese Seite die beste Antwort ist. Und wer nur ein neues Bad will, findet zu seinem Thema zwei Sätze und sucht weiter.
So prüfen Sie es in zwei Minuten
Gibt es für Ihre drei wichtigsten Leistungen je eine eigene Unterseite? Schreiben Sie die drei auf, mit denen Sie am meisten verdienen, und öffnen Sie dann das Menü Ihrer Homepage. Jede braucht eine eigene Seite mit eigener Überschrift und eigenem Text.
Das können Sie selbst tun
Mit der wichtigsten anfangen. Eine gute Unterseite für die Leistung, die Ihnen am meisten bringt, ist mehr wert als zehn halbe. Wenn sie steht und Anfragen bringt, folgt die nächste.
6. Ihr Google Unternehmensprofil ist halb leer
Die Karte steht über den normalen Ergebnissen. Sucht jemand eine Leistung in seiner Nähe, zeigt Google dort einige Betriebe mit Bewertungen, Fotos und einem Knopf zum Anrufen.
Was dort steht, kommt aus Ihrem Google Unternehmensprofil, einem kostenlosen Eintrag. Viele Betriebe haben ihn vor Jahren angelegt und nie wieder angesehen. Neben einem vollständigen Profil verliert ein halb leeres, lange bevor jemand Ihre Homepage sieht.
So prüfen Sie es in zwei Minuten
Fünf Felder prüfen: Suchen Sie Ihren Betrieb bei Google. Stimmt die Hauptkategorie? Sind Ihre Leistungen einzeln eingetragen? Ist das Gebiet gesetzt, in dem Sie wirklich arbeiten? Gibt es echte Fotos von Ihrer Arbeit? Führt der Link auf Ihre Homepage? Jedes Nein ist ein leeres Feld.
Das können Sie selbst tun
20 Minuten, dann sind die fünf Felder gefüllt. Eine Anleitung Schritt für Schritt bekommen Sie mit dem kostenlosen Preiskatalog: Wer ihn anfordert und bestätigt, erhält in den Tagen danach unsere Checkliste für das Google Profil per E Mail.
7. Das Formular fragt zu viel
Jedes Pflichtfeld kostet Anfragen.
Wer abends auf dem Sofa eine Frage zu seinem Dach hat, füllt keine Maske mit Anrede, Firma, Straße, Hausnummer, Budget und Wunschtermin aus. Er schließt die Seite. Was Sie für ein Angebot wissen müssen, klären Sie ohnehin im ersten Gespräch.
So prüfen Sie es in zwei Minuten
Wie viele Felder hat Ihr Formular? Mehr als fünf? Zählen Sie alle, auch die freiwilligen, und markieren Sie die Pflichtfelder. Dann füllen Sie es einmal selbst am Handy aus und merken sich, wo es hakt.
Das können Sie selbst tun
Name, Telefon oder Mail, Anliegen. Mehr nicht. Alles andere darf weg oder freiwillig werden. Ein kurzer Hinweis mit Link auf Ihre Datenschutzerklärung gehört dazu.
8. Die Seite ist am Handy mühsam
Der größte Teil Ihrer Besucher kommt mit dem Handy, oft unterwegs. Auf der Baustelle, im Auto, abends auf dem Sofa.
Lädt die Seite lange, muss man den Text heranzoomen oder trifft man die Knöpfe nicht, ist der Besucher weg, bevor er Ihre Leistungen gesehen hat. Am Computer im Büro fällt das nicht auf, deshalb bleibt es oft jahrelang so.
So prüfen Sie es in zwei Minuten
Seite im Mobilfunk Netz öffnen, bis drei zählen. Schalten Sie dafür am Handy das WLAN aus, so surfen Ihre Kunden unterwegs. Steht die Seite? Ist der Text ohne Zoomen lesbar?
Das können Sie selbst tun
Große Bilder verkleinern lassen. Oft bremsen Fotos direkt aus der Kamera, die viel größer gespeichert sind, als ein Bildschirm sie zeigt. Wer Ihre Seite pflegt, kann sie verkleinern, ohne dass man einen Unterschied sieht.
9. Es gibt keinen Grund, gerade Sie anzurufen
Wenn Ihre Seite klingt wie die der anderen, entscheidet der Preis.
„Qualität, Zuverlässigkeit, Kundenzufriedenheit“ steht auf vielen Seiten. Weil es alle schreiben, liest es keiner mehr. Was hängen bleibt, ist eine Zusage, die man nachprüfen kann.
So prüfen Sie es in zwei Minuten
Logo abdecken. Legen Sie Ihre Startseite neben die von zwei Betrieben aus Ihrer Gegend und decken Sie die Logos ab. Könnte der Text auch beim Wettbewerber stehen? Wüsste ein Fremder, welcher Text zu wem gehört?
Das können Sie selbst tun
Eine Zusage machen, die andere sich nicht trauen, mit einer Folge, wenn Sie sie nicht halten. Zum Beispiel: „Rückruf am selben Werktag, sonst ist die Anfahrt frei.“ Oder: „Wir halten den Termin. Für jeden Tag Verspätung ziehen wir etwas von der Rechnung ab.“ Die Zusage muss zu Ihrem Betrieb passen, und Sie müssen sie halten können.
Wann sich eine neue Website lohnt und wann nicht
Ist Ihre Seite jünger als vier Jahre, technisch in Ordnung und gehört sie Ihnen, reichen oft die Punkte 2, 3, 6 und 7. Das kostet wenig oder nichts. Eine neue Seite lohnt sich, wenn Sie nicht an Ihre eigene Seite herankommen, wenn für Ihre Leistungen keine eigenen Seiten möglich sind, wenn sie am Handy nicht funktioniert oder wenn sie Ihnen gar nicht gehört. Wenn Sie unsicher sind: Genau das klären wir in der Analyse, und wir sagen es Ihnen, wenn drei Änderungen reichen.
Wie wir eine bestehende Seite nachbessern, ohne sie neu zu bauen, steht unter Optimierung Ihrer bestehenden Website. Was eine neue Seite bei uns umfasst, steht unter Website erstellen lassen.
Häufige Fragen
- Wie viele Anfragen sollte eine Website bringen?
- Das hängt von Ort, Branche und Auftragswert ab. Wichtiger als eine Richtzahl ist, dass Sie Ihre eigene Zahl kennen und sie steigt.
- Wie lange dauert es, bis eine neue Website Anfragen bringt?
- Anrufe über das Google Profil und direkte Besucher kommen ab dem ersten Tag. Bis Google neue Seiten einordnet, vergehen meist einige Wochen. Deshalb messen wir über 90 Tage.
- Brauche ich Anzeigen?
- Nicht zwingend. Erst muss die Seite aus Besuchern Anfragen machen. Anzeigen auf eine Seite, die das nicht kann, verbrennen Geld.
- Kann ich das alles selbst machen?
- Vieles ja, und diese Seite zeigt Ihnen wie. Was meist fehlt, ist die Zeit für Texte und eigene Seiten je Leistung.
- Was kostet es, das machen zu lassen?
- Eine Optimierung der bestehenden Seite ab 990 Euro netto, eine neue Website ab 2.490 Euro netto, jeweils zum Festpreis.